Die Seite gibt einen kurzen Überblick, welche Sportarten Nippons in deutschen Landen bekannt sind, worin sie sich voneinander unterscheiden und wohin sich Interessierte wenden können.
Hier eine kleine Liste allgemein nützlicher Sprungziele zum Thema Budo:
Geht man den Weg zur geistigen Harmonie zu seinen Ursprüngen zurück, gelangt man zu seinem Begründer Morihei Uyeshiba, der diesen Ableger des Jiu-Jitsu unter die Prämisse der Nächstenliebe stellte. Denn seiner Auffassung nach ist jede Verteidigungstechnik wertneutral und daher nicht von sich aus gefährlich oder schlecht, solange der Ausführende die Gesetze der Nächstenliebe konsequent achtet und ständig zu realisieren sucht.
Aikidô basiert auf dem Prinzip des Ausweichens. Geschult in der Beobachtung, verharrt der Aikidôka scheinbar in der Passivität, erkennt jedoch im voraus die Absicht des Gegners und kann daher durch eine entsprechende Ausweichbewegung die Kraft des Gegners ins Leere laufen lassen. Schnelle, präzise und auf das Wesentliche beschränkte Körperbewegungen sind daher die äußeren Kennzeichen dieser jap. Verteidigungstechnik. Dies bedingt jedoch die Einheit von Körper und Geist, denn nur wenn beide im Gleichklang schwingen, fallen ein Gedanke und seine Ausführung zeitlich zusammen, kommen blitz-, ja reflexartige Bewegungsmuster zustande.
Sie werden es schon erahnen: Aikidô setzt viel Geduld und Selbstdisziplin voraus. Nach der Beherrschung der Grundstellungen, lernt der Aikidôka wie der Judoka diverse Wurf-, Hebel- und auch Tritttechniken. Mit einem weißen Gürtel beginnend arbeitet er sich dem Karateka gleich über 5 Kyu-Stufen (gebl, orange, grün, blau, braun) zum 1. Dan vor (schwarz), dem - Talent und Ambition vorausgesetzt - noch 4 weitere Dans folgen können.
Dank Stefan Zöllner aus Leverkusen kann ich mich an dieser Stelle kurz fassen, was Internet-Links zum Thema Aikido betrifft, und lediglich auf sein hervorragendes Sprungbrett zum Thema Aikidô hinweisen. Einen Besuch ist auch die E-Zeitschrift Aikidô Journal wert.
Und wer weitere Infos sucht, der sei auf Yahoo Deutschland verwiesen.
Iaidô, der Weg des Schwertziehens, lässt sich in seinen Ursprüngen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen und gehört damit zu den älteren Budo-Disziplinen. Der Schwerkämpfer ist beim Iaido sein eigener Gegner. Man kaempft sozusagen gegen seine eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen. Durch stetes Üben der traditionellen Formen, der Kata, strebt der Iaidôka nach innerer und äußerer Harmonie.
Wie Aikido und Karate ist Judo aus dem Jiu-Jitsu, der Kunst des Nachgebens, hervorgegangen und zwar von über 100 Jahren durch Jigoro Kano. Nachgeben heißt, die Kraft des Gegners durch scheinbares Zurückweichen und Verstärkung der Kraftrichtung zum eigenen Vorzeil sich zu Nutze zu machen. Vorbild hierfür ist der Bambus: Er stämmt sich nicht einer deutschen Eiche gleich dem Wind entgegen, sondern beugt sich seiner Kraft. Doch in dem Maße wie die Kräfte des Windes erlahmen, kehren die des Bambus zurück. Nachzugeben heißt auf den Kampf bezogen auch, richtig zu fallen. Denn will mich der Gegner zu Boden befördern, so ziehe ich ihn mit (scheinbares Nachgeben), um den Überraschten mittels eines Hebel- oder Würgegriffs anschließend schachmatt zu setzen. Doch instinktiv so zu fallen, dass man sich keine Blessuren zufügt, will, wie alles, auch gelernt sein. Basis des Judos ist daher die Fallschule. Darauf aufbauend folgen die Wurftechniken (Nage waza), die Grifftechniken (Katame waza) sowie die Schlagtechniken (Atemi waza).
Judo ist hierarchisch gegliedert. Mit einem weißen Gürtel beginnend arbeitet sich der Judoka über 5 Kyu-Stufen (gebl, orange, grün, blau, braun) zum 1. Dan vor (schwarz). Da Judo in deutschen Landen recht populär ist, findet sich sicher ein Verein auch in Ihrer Nähe.
Nihon Jûjutsu (日本柔術) ist ein Selbstverteidigungssystem, das von Prof. Shizuya Sato, 10. Dan Hanshi (Großmeister), entwickelt wurde. Er modifizierte und schematisierte Techniken aus traditionellen Jûjutsu-Stilen wie Würfe, Hebel, Würgegriffe und Schläge. Die Betonung liegt hier auf "Nihon“, da es auch eine deutsche Variante gibt, die auf die Ausbildung der Polizei maßgeschneidert wurde und mit dem traditionellen Jûjutsu nichts mehr als den Namen gemein hat. Jûjutsu selbst bedeutet sanfte Kunst.
Wer es noch nicht durch Trivial Pursuit gelernt hat, dem sei es an dieser Stelle verraten: Karate bedeutet leere Hand. Und der Name ist Programm: waffenlose Selbstverteidigung. Vater der aus Okinawa stammenden und im Rest von Japan seit den 20er Jahren bekannten Kampfkunst ist Kung Fu. Gemäß des Leitspruchs der Japan Karate-Association ist jedoch nicht der Sieg das oberste Ziel des Karatekas, sondern die Verkommnung seines Charakters. But nobody is perfect. Und so kann schlußendlich nur der Weg das Ziel sein. Dieser Weg ist recht dornig, denn Kihon, die Grundschule des Karates, begrüßt den Anfänger mit einer Reihe von Grundstellungen, deren Beherrschung er für eine effiziente Durchführung der diversen Angriffs- und Verteidigungstechniken benötigt (sowohl Arm- als auch Beintechniken).
Wie Judo ist Karate hierarchisch gegliedert. Mit einem weißen Gürtel beginnend arbeitet sich der Karateka über 5 Kyu-Stufen (gebl, orange, grün, blau, braun) zum 1. Dan vor (schwarz), dem noch 4 weitere Dans folgen können. Ein lebenslanges Lernen ist somit garantiert. Und wer dies gerne tun möchte, kann ich an einen der vielen Vereine wenden, von denen einige hier plakativ genannt seien:
Wem der Sinn weniger nach Harmonie sondern mehr nach Schwert steht, sollte sich mit Kendô befassen. Die Ursprünge der ältesten japanischen Kriegskunst reichen bis in das 12 Jh. zurück. Hatte sie anfänglich einzig und allein den Tod des Gegners zum Ziel, wandelten sich ihre Inhalte mit dem Aufkommen der Feuerwaffen in Richtung zu mehr geistigen und religiösen Werten.
Geschützt durch Gesichtsmaske, Brustpanzer und Handschuhe traktiert der Kendoka mittels eines Bambusstockes seinesgleichen. Während Kendô in seiner Heimat seit Anfang des 20. Jh. große Verbreitung fand, wurde es erst Ende der sechziger Jahre allmählich in Deutschland bekannt.
Der japanische Zenmeister Daisetsu Suzuki schrieb in der Einleitung des Buchs Zen in der Kunst des Bogenschießens von Eugen Herrigel, folgende Anmerkungen zum Wesen des Kyûdô´s:
Einer der wesentlichsten Faktoren in der Ausübung des Bogenschießens ... ist die Tatsache, dass sie keinem nützlichen Zwecken dient, auch nicht zum rein ästhetischen Vergnügen gedacht ist, sondern eine Schulung des Bewußtseins bedeutet....Um wirklich Meister des Bogenschießens zu sein, genügt technische Kenntnis nicht. Die Technik muß überschritten werden, so dass das Können zu einer nichtgekonnten Kunst wird, die aus dem Unbewußten erwächst. In Bezug auf das Bogenschießen bedeutet dies, dass Schütze und Scheibe nicht mehr zwei entgegengesetzte Dinge sind, sondern eine einzige Wirklichkeit. Der Bogenschütze ist nicht mehr seiner selbst bewußt, als stü nde ihm die Aufgabe zu, die Scheibe vor ihm zu treffen. Dieser Zustand der Unbewußtheit wird aber nur erreicht, wenn er von seinem Selbst vollkommen frei und gelöst ist, wenn er eins ist mit der Vollkommenheit seiner technischen Geschicklichkeit. Dies ist etwas vollkommen anderes als jeder Fortschritt, der in der Kunst des Bogenschießens erreicht werden könnte.
Wenn Sie mehr weltweite Ziele zum Thema Kyûdô suchen, klicken Sie doch mal hier drauf.
Die deutsche Sumô-Szene ist klein und hat Mühe, ein aktuelles Bild des Geschehens in Deutschland zu vermitteln. So wenig es im deutschen Sprachraum zu diesem Thema zu finden gibt, so viel lässt sich dazu weltweit zusammentragen. In Google gibt es ein paar nützliche Links, die als Startpunkte genutzt werden können.
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