Zu wissen, dass die große Katastrophe irgendwann definitiv kommen wird, ist das eine. Mit ihr dann tatsächlich konfrontiert zu werden, ist das andere. Denn Katastrophen lassen sich nicht planen; sie haben ihr eigenes Drehbuch. Das war schon 1995 beim Erdbeben in Kobe so, das eine Stadt traf, die als wenig gefährdet galt. Und auch jetzt schlug Mutter Natur mit unvorstellbaren und somit unvorhersehbarem Grimm zu. Seit Jahren blickt die Welt gebannt nach Tôkyô, wo man praktisch jeden Tag das nächste große Erdbeben erwartet. Für Tohoku, also Nordhonshu hatten jap. Wissenschaftler mit 99 % Sicherheit ein Erdbeben der Stärke 7,5 bis 8 in den nächsten 30 Jahren erwartet. 9,0 hatte niemand auf der Rechnung.
Dabei hat Japan allen Anschein auch dieses gigantische Erdbeben relativ glimpflich weggesteckt. Das Fiasko brach in Form einer schwarzen Flut herein, die alles verschlang und dem Begriff "Sintflut" ein reales, tödliches Bild verlieh. Der Tsunami scheint auch in erster Linie für den Ausfall der Kühlsysteme in einigen küstennahen Kernkraftwerken verantwortlich zu sein - und damit für die atomare Katastrophe. Letztere ist aber z. T. hausgemacht, sprich: auf laxen Umgang mit dem Thema Sicherheit zurückzuführen. So schreibt die FAZ am 14. März 2011 in einem Artikel über den Kraftwerksbetreiber TEPCO Sicherheitsfachleute hatten immer wieder darauf hingewiesen, dass die Atomanlagen an der Küste nicht mit Notstromgeneratoren auf Basis von Dieseltreibstoff betrieben werden sollten, da diese im Fall einer Flutwelle allzu leicht versagen könnten. Quot est demonstrandum.
Japan und seine Menschen stehen speziell uns, den Japanophilen und Japanophonen in der Region Rhein-Neckar, sehr nahe. Im Jahr 2011 blicken wir auf 150 Jahre Deutsch-Japanische Freundschaft. Doch heißt es nicht, ein wahrer Freund ist ein Freund in der Not? Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Rhein-Neckar möchte helfen und zwar möglichst konkret. D.h., wir wollen im Kontakt mit Japan ein Wiederaufbauprojekt in Miyagi oder Iwate lokalisieren, das wir dann mit Spenden bedenken wollen und somit ein wenig eine Art Patenschaft hierfür übernehmen. Das gibt Ihrer Spende ein Gesicht. Und wir wollen über den Werdegang des Aufbaus Sie über unseren Emailverteiler informieren. Sofern Sie noch nicht den Infobrief erhalten, können Sie diesen jederzeit durch eine formlose anfordern.
Die aktuelle Lage erlaubt natürlich noch keine Auswahl, doch legt die Länderpartnerschaft von Rheinland-Pfalz mit der Präfektur Iwate nahe, dass wir uns in Iwate engagieren. Auch Bad Dürkheim ist eng mit Iwate verbunden durch die Städtefreundschaft mit Kuzumaki.
Folgende karritative Veranstaltungen für die japanischen Trümmermenschen sind derzeit von der DJG Rhein-Neckar geplant oder die Einnahmen gehen treuhänderisch an die DJG:
Möchten Sie jetzt handeln und spenden? Dann lege ich Ihnen den Aufruf unseres Dachverbandes ans Herz:
Eine Naturkatastrophe ungeahnten Ausmaßes hat Japan getroffen. Schmerzhafte Verluste an Menschenleben und Zerstörung materieller Werte, die in Ihrer Größenordnung noch gar nicht abgeschätzt werden können, sind zu beklagen. Hilfe von außen kommt in dieser Lage besondere Bedeutung zu. Es geht darum, die Not unserer Freunde ein Stück zu lindern und vor allem ein Zeichen der Ermutigung und der Verbundenheit zu setzen. Worte der Anteilnahme und des Mitgefühls sind wichtig, aber nicht genug. Wir sollten auch mit materieller Hilfe zum Ausdruck bringen, wie ernst wir es meinen. Deshalb richte ich die herzliche Bitte an Sie, zu einer Spendenaktion beizutragen. „ In unsicheren Lagen erkennt man sichere Freunde". Unter diesem Wort haben wir uns in glücklicheren Zeiten zusammen gefunden. Jetzt gilt es zu beweisen, dass wir dazu stehen.
Wenn Sie sich beteiligen wollen, steht Ihnen dafür folgende Kontoverbindung zu Verfügung
Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften e.V. ( VDJG )
Commerzbank Düsseldorf, BLZ 30040000, Kto 808828801
Stichwort "Erdbebenkatastrophe Japan"
Alle notwendigen Formalitäten mit der Bank und dem Finanzamt sind geklärt. Meine Kollegen und ich werden dafür sorgen, dass alles, was unter diesem Zeichen der Solidarität gespendet wird, uneingeschränkt und schnellstens für den bestmöglichen Verwendungszweck den Weg nach Japan findet.
Das Bundesministerium für Finanzen teilt mit, dass Sie für Spenden zur Unterstützung der Opfer der Erd- und Seebebenkatastrophe in Japan keine Spendenbescheinigung benötigen, um diese in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend zu machen.
Für Spenden ab 200 EUR stellen wir Ihnen auf Wunsch dennoch eine Spendenbescheinigung aus. Bitte schicken Sie uns in diesem Fall nach Ihrer Überweisung bzw. Einzahlung auf das Spendenkonto Ihre Kontaktdaten (Name, Anschrift) und den Betrag, den Sie spendeten, an .
Zeigen Sie Herz, beweisen Sie sich als verlässliche Freunde und lassen Sie guten Vorsätzen auch Taten folgen!
In Namen des Vorstands
Dr. Ruprecht Vondran
Präsident
Verband Deutsch – Japanischer Gesellschaften e.V. (VDJG)
Mit Schreiben vom 24. März hat das Bundesfinanzministerium die Möglichkeit der Spendensammlung für Japan sowie das Procedere der Spendenbescheinigungen vereinfacht.
Details
Parkplätze finden Sie im Parkplatz P3 ("Dürkheimer Haus") 300 m westlich des Haus Catoir in der Gaustraße oder kostenfrei auf dem großen Parkplatz rund um das Fass nördlich des Kurparks an der B3.